Freiarbeit

Die Freiarbeit ist aus vielen kreativen Reformideen entstanden. Namen von großen Pädagogen stehen dahinter: Freinet, Montessori, Pestalozzi und einige mehr. So gibt es auch viele verschiedene Formen von Freiarbeit, auch solch radikale, die praktisch alles – Inhalte, Zeiten und Materialien – der freien Wahl überlassen. Da arbeiten die SchülerInnen gewissermaßen „in der freien Natur“. Das kann für unsere Schule mit einem verbindlichen Lehrplan nicht der Weg sein.

Bei uns dagegen arbeiten die Schülerinnen und Schüler „in einem vorbereiteten Pflanzbeet“. In dieser materialzentrierten Form können sie zu bestimmten Zeiten frei wählen, was sie arbeiten wollen, d.h., ob sie sich im Fach Deutsch, Englisch oder Mathematik ein Lernspiel aussuchen, und wie sie arbeiten wollen, alleine oder mit einem Partner oder einer Partnerin. Die Lernumgebung ist also vorgegeben und aufbereitet. Eine bunte, anregende Vielfalt von Lernspielen steht zur Verfügung. Immer handelt es sich um Materialien, mit denen man im Lauf der Arbeit selber herausfinden kann, ob die eigene Antwort auf eine Frage richtig ist. „Selbstkontrolle“ ist geradezu ein magisches Stichwort dieser ergänzenden Form des Lernens. Freiarbeit setzt auf eine hohe Eigenverantwortung der Schülerin und des Schülers.

Die Erfahrung zeigt: Freiarbeit vertieft das bereits Gelerntes. Zugleich sind die Schülerinnen und Schüler mit Lust und Freude bei der Sache, weil sie mit allen Sinnen lernen dürfen – mit „Kopf, Herz und Hand“ (Pestalozzi).