Unsere Schule

Hier stellen wir die Städtische Schulartunabhängige Orientierungsstufe (ORI) in München kurz vor:

  • im Schulzentrum an der Quiddestraße
  • 620 Schülerinnen und Schüler
  • je 10 Klassen in den Jahrgangsstufen 5 und 6
  • Halbtagsklassen und Ganztagsklassen

Aufgaben

Unsere Schülerinnen und Schüler verlängern die Orientierungsphase um zwei Jahre.
Am Ende der 6. Klasse stellen wir die Eignung für die Jahrgangsstufe 7 fest.
Die Schülerinnen und Schüler gehen danach zur Mittelschule, in den M-Zug der Mittelschule, zur Wirtschaftsschule, zur Realschule oder zum Gymnasium.

Die Orientierungsstufe – einzigartig in München, einzigartig in Bayern!

Die Orientierungsstufe ist eine der beiden Schulen besonderer Art der Bildungskommune München und besteht seit über 40 Jahren. 1973 wurde die Orientierungsstufe in Neuperlach auf Antrag der SPD-Stadtratsfraktion unter besonderer Unterstützung durch den Stadtschulrat Prof. Dr. Anton Fingerle gegründet.

Die integrative, internationale Schule mit 620 Schülerinnen und Schülern aus 50 verschiedenen Nationen ist weder aus München noch aus diesem Stadtteil wegzudenken.

Der Name unserer Schule ist Programm, denn es geht um Orientierung. Viele Kinder können die Chance dieser Orientierungsphase nutzen.

So liegt jedes Jahr die Zahl derer, die ihre Eignung verbessern konnten, zwischen 60 und 70 Prozent. In den mehr als vier Jahrzehnten ihres Bestehens hat diese Schule Bildungsverläufe und Bildungsbiographien messbar und nachhaltig beeinflusst und Bildungsübergänge erleichtert.

Auf der ORI haben die Kinder 2 Jahre Zeit, ihre Talente zu entwickeln

Aus dem Sport wissen wir, dass ein Land keine breit aufgestellten Eliten hervorbringt, wenn es nicht konsequent den Breitensport fördert. Nur so werden Talente entdeckt und können früh entwickelt werden.

Für die Bildung gilt das ebenso. Und deshalb ist eine Schulform wie die Orientierungsstufe so wichtig, denn sie ermöglicht ein längeres gemeinsames Lernen und mehr Zeit für die Sichtung und Entwicklung der Talente.

Die Orientierungsstufe ist der lebendige Beweis dafür, dass viele Schülerinnen und Schüler gerade in diesem Alter von einem längeren gemeinsamen Lernen profitieren.

Die Heterogenität unserer Schülerschaft spiegelt die Heterogenität der Gesellschaft wider. Unsere Schülerinnen und Schüler stammen aus unterschiedlichen nationalen, kulturellen, religiösen und auch sozioökonomischen Lebenswirklichkeiten und weisen eine immense Spreizung der Lernausgangslagen auf.

Zur ORI kommen Kinder mit Eignungen aller drei Schularten

Die Schülerinnen und Schüler der ORI haben das Potenzial, später zur Mittelschule, zur Realschule oder ins Gymnasium zu gehen:

  • Wir nehmen jedes Jahr 310 neue Schülerinnen und Schüler in den 5. Klassen auf.
  • Wir möchten, dass sich das Leben dieser Kinder durch die zwei Jahre bei uns verändert.
  • Wir möchten, dass die Kinder in sich ein Bedürfnis entdecken oder wiederentdecken, das bei ihnen vielleicht schon verschüttet ist: das Grundbedürfnis eines jeden Menschen nach Leistung.
  • Wir möchten, dass die Kinder zwei Jahre später mit einem Gefühl von Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit weiterziehen.

Und das gelingt nur, wenn wir – die Schule – zusammen mit den Eltern jedem Kind die Sicherheit vermitteln, dass in ihm ein verborgener Schatz schlummert, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden.

Dr. Günther Mai, der als erster Schulleiter die Orientierungsstufe maßgeblich geprägt hat, formulierte das so: „Unsere Vor-Gesetzten sind die Schüler. Was Schule betrifft, sollte zuerst vom Schüler aus gedacht werden.“ Diesem Leitbild fühlen wir uns weiterhin verpflichtet.